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Folgender Artikel wurde Ende Mai 2015 von der Literaturwerkstatt erstellt. Text: Balthasar. Vortrag über A. E. Johann in der Literaturwerkstatt Besonderen Besuch hatte die Literaturwerkstatt im Mai. Rudi Zülch, Vorsitzender der A. E. Johann- Gesellschaft, referierte über das Leben und die Arbeit des Reiseschriftstellers. Nicht ohne Hintergrund: Die Literaturwerkstatt hat einen engen Bezug zu A. E. Johann. Er lebte nach dem II. Weltkrieg bis zu seinem Tod 1996 im Landkreis Gifhorn, zuerst in Groß Oesingen, zuletzt in Oerrel, wo er auch begraben wurde und wo noch immer sein Arbeitszimmer erhalten ist. Außerdem engagieren sich Mitglieder der Literaturwerkstatt in der 2005 gegründeten A. E. Johann-Gesellschaft, beispielsweise in der Jury des A. E. Johann-Preises, der 2016 zum dritten Mal vergeben wird und der für junge Autoren von Reiseerlebnissen bis 25 Jahren ausgeschrieben ist. Doch wer war eigentlich dieser A. E. Johann? Rudi Zülch zeichnete den Lebensweg des 1901 geborenen Reiseschriftstellers anschaulich nach. Bereits Ende der 1920er Jahre machte sich Johann, der auf Wunsch seine Vaters nur seine Vornamen nutzte und nicht seinen eigentlichen Nachnamen Wollschläger, mit seinen ersten beiden Büchern einen Namen. “Mit 20 Dollar in den Wilden Westen” und “40.000 Kilometer - Eine Jagd auf Menschen und Dinge rund um Asien” zeigten bereits, wohin sein Lebensweg führen würde. Johann reiste mehrfach um die Welt, doch sein Lieblingsland blieb Kanada, das er bis ins hohe Alter besuchte. Johann zeigte die Welt, wie sie ursprünglich war. Er lernte die Menschen und die Länder kennen, hate offene Augen und Ohren für sie. Und er setzte ihnen Denkmäler, schrieb rund 90 Bücher, von denen rund 80 veröffentlicht wurden. Die Gesamtauflage seiner Bücher, von denen viele in mehrere Sprachen übersetzt wurden, erreichte etwa 20 Millionen. Wer mehr über A. E. Johann, die Gesellschaft oder den Preis wissen möchte, kann sich im Internet unter www.a-e-johann.de informieren. Folgender Artikel wurde im Oktober 2015 von der Literaturwerkstatt erstellt. Text: Maren Kiesbye, Fotos: Maren Kiesbye und Balthasar. Spannende Geschichten in den Schloss-Kasematten (kye) Spannend wurde es am Dienstagabend in den Kasematten des Gifhorner Schlossmuseums. Die Autoren der Literaturwerkstatt der Kreisvolkshoch- schule hatten eingeladen und stellen Krimis und andere spannungsgeladene Geschichten vor. Gleich fünf der rund 20 Mitglieder der Literaturwerkstatt gaben sich in dem Gewölbe ein Stelldichein. Und die Ortswahl hätte nicht passender sein können. So schloss beispiels- weise Gabriele Herzog mit einer "Keller-Geschichte" die rund zweistündige Lesung ab. In "Wie wir auszogen, das Fürchten zu lernen" geht es um Erinnerungen von Kindern, die ein ähnliches Gewölbe erforschen. Doch zuvor las Cornelia Cieslar Krimis, die voriges Jahr entstanden sind: "Ich habe das Genre mal für mich ganz neu ausgetestet." Auch für Ingrid Nieswand waren es "die ersten Versuche in diesem Metier". Mit "Der Schlüssel" gab es eine eher traurige Geschichte zu hören, in ihren anderen beiden Texten nahm sie ihre Mitmenschen auch gerne mal auf die Schippe. Renate Grewe beeindruckte das Publikum mit ihrer Geschichte "Perspektiven", die nicht nur spannend war, sondern auch mit einem Doppelmord endete. Inspiriert wurde sie für diesen Text von Franz Kafkas "Verwandlung", von der sie den ersten Satz als Anfang für ihren eigenen Krimi übernahm. Bleibt noch Hans-Jürgen Gundlach. Ihm gelang es, die Zuhörer immer wieder mit ganz kurzen Mordsgeschichten oder auch Gedichten zu verblüffen - nicht zuletzt, weil diese nur aus genau 50 oder 100 Wörtern bestanden. "Diese Mini-Sagas sind mein neuestes Schreib-Hobby." Umrahmt wurde die Lesung in den Schloss-Kasematten von drei Musikschülern der Musikschule Fallersleben. Sascha Borchers (Gitarre), Jasmin Werner (Oboe) und Alexandra Rabe (Geige) spielten zum ersten Mal in dieser Form gemeinsam - und begeisterten mit ihren Eigenkompositionen mit Elementen aus Klassik und Musicals. Folgender Artikel wurde im Oktober 2015 von der Literaturwerkstatt erstellt. Text: Balthasar. Fotos: Beate Winter und Balthasar. Mitglieder der Literaturwerkstatt besuchen das Polizeimuseum Niedersachsen in Nienburg Tagesausflug mit Lerneffekt: Mit rund einem Dutzend Mitgliedern besuchte die Gifhorner Literatur- werkstatt Ende Oktober das Polizeimusem Niedersachsen in Nienburg/Weser. Es war der zweite Ausflug, bei dem sich die Autorinnen und Autoren, von denen viele auch Krimis schreiben, mit Verbrechen und deren Aufklärung befassten. Im November 2013 war die Literatur- werkstatt bereits zu Gast im Kriminaltechnischen Labor der Gifhorner Polizei sowie in der Pathologie des Gifhorner Klinikums. Doch diesmal ging es weniger darum, wie Polizei Verbrechen aufklärt, als um die Geschichte der Polizei. In einer rund anderthalbstündigen Führung erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die Historie ab dem 15. Jahrhundert. Die Polizei im Kaiserreich, in der Weimarer Republik, aber auch während des Dritten Reiches: Neben inhaltlichen Informationen holten sich die Schreibenden auch Anregungen über Bewaffnung, Uniform, Struktur. Eine kleine Ausstellung mit Fahrzeugen der Polizei sowie eine Tatort-Darstellung, ein kleiner Exkurs in die Welt der Drogenkriminalität sowie die Geschichte des Hannoveraner Massenmörders Fritz Haarmann (1879 bis 1925) rundeten den Museumsbesuch ab. Einige der Mitglieder holten sich noch ihr eigenes Polizeifoto ab, bevor es zu einer gemeinsamen Kaffeerunde in der Nienburger Innenstadt ging, dem Abschluss der Tagesfahrt, die mit einem gemeinsamen Mittagessen in einem mexikanischen Restaurant begonnen hatte.
Weltreisender und Autor: A. E. Johann in Burma.
Las in den Schloss-Kasematten: Gabriele Herzog.
Las in den Schloss-Kasematten: Cornelia Cieslar.
Las in den Schloss-Kasematten: Renate Grewe.
Musik: Jasmin Werner (v.l.), Alexandra Rabe und Sascha Borchers spielten.
Las in den Schloss-Kasematten: Ingrid Nieswand.
Folgender Artikel erschien am 28.11.2015 in der Aller-Zeitung. Text: Christina Rudert. Fotos: Literaturwerkstatt (Balthasar). St. Altfrid: Gifhorner Autoren engagieren sich für Flüchtlingshilfe Aktion der Literaturwerkstatt - Die Resonanz war allerdings gering Heimat - Vertriebene - Flucht - Fremde: Die Gifhorner Literaturwerkstatt eröffnete am Donnerstagabend bei einer Lesung zugunsten der Flüchtlingshilfe in der katholischen St. Altfrid-Gemeinde mit zum Teil sehr persönlichen Texten in Lyrik wie Prosa neue Blickwinkel. Die Diskrepanz zwischen dem Wunsch, als Urlauber in frermden Ländern gastfreundlich aufgenommen zu werden, und der Distanziertheit gegenüber den Fremden, die nach Deutschand kommen, stellte Renate Grewe dar - da sie krank geworden war, las Tobias Tantius ihren Text. In einem eigenen Text schilderte er seine Ankunft in einem unbekannten Land. Christoph Ehrlich sinnierte über die alltägliche Flucht vor Kindergarten,Schule, dem Alltag: “Ich bin auf der Flucht, seit ich geboren bin.” “Lasst und Brücken bauen”, forderte Hans-Jürgen Gundlach. Als eigenes Thema stellten mehrere kurze Texte von Maren Kiesbye, gelesen von Thorsten Behrens, die australischen Ureinwohner Aboriginees in den Mittelpunkt.”Das sind Flüchtlinge im eigenen Land”, leitete Maren Kiesbye ein. Dazu passend die musikalische Begleitung: Hermann Schultze aus Groß Oesingen spielte nicht nur verschiedene Didgeridoos, sondern erklärte auch ihre Funktionsweise und die Spieltechnik. Vor 70 Jahren war Flucht schon einmal ein zentrales Thema in Deutschland. Ingrid Nieswand und Grietje Credé erinnerten aus unterschiedlichen Perspektiven an die Zeit im und nach dem Zweiten Weltkrieg. Dass die Autoren der Literaturwerkstatt Flucht als Thema aufgegriffen haben, “verstehen wir als Ausdruck unserer Verantwortung im Angesicht dieser Welt”, betonte Thorsten Behrens. Pastoralreferent Martin Wrasmann bezeichnete den Abend als “gelungenes Experiment, bei dem man nur all die bedauern kann, die nicht da waren” - das Publikum war klein. Anmerkung der Literaturwerkstatt: Gelesen wurden außerdem Texte von Cornelia Cieslar, Karin Schönfisch und Maren Farwick. Folgender Artikel erschien am 28.11.2015 in der Sonderausgabe “Landkreis Magazin” von Hallo Gifhorn. Text: Joachim Voss. Fotos: Literaturwerkstatt. Wo lassen Sie lesen? Die “Couch Poetos” kommen auf Bestellung ins heimische Wohnzimmer Der schwache, gelbliche Lichtschein der alten Stehlampe fällt auf sein wallendes, weißes Haar und auf das aufgeklappte Buch, das er in seinen Händen hält und aus dem er mit samtig-sonorer Stimme vorliest. Sein Ohrensessel ist umringt von Sitzgelegenheiten, auf denen Erwachsene Platz genommen haben, die Kinder suchen sich kuschelige Ecken auf dem Fußboden, von wo aus sie den Worten des Mannes gebannt lauschen. Ein Bild aus der Zeit der Urgroßeltern, als es noch kein Fernsehen gab? Nein, Gifhorn im Herbst 2015. Werner Julius Frank wurde als Autor “zum Anfassen” zu einer privaten Geburtstagsfeier eingeladen - eine völlig neue Veranstaltungsform, die die Autoren der “Couch Poetos” seit gut einem Jahr anbieten. Ob Geburtstag, Party, Weihnachtsfeier, Seniorennachmittag oder Jubiläum, vorgetragen wird in Wohnzimmer, Gaststube, Schule, Vereinsheim oder Kirche. Gelesen werden Krimis, Kinder- oder Fantasygeschichten, Weihnachtsmärchen, Lyrik und Prosa zu Themen wie Liebe, Natur, History und vielem mehr, gerne auch mal Satire oder eine Geschichte aus der Gruselabteilung - alles eigene Texte der jeweiligen Autoren. Literatur soll öffentlich sein Sie alle gehören zur Literaturwerkstatt, einer Arbeitsgruppe der Kreisvolkshochschule Gifhorn - ein Zusammenschluss von derzeit 20 Autoren aus dem gesamten Landkreis Gifhorn, die sich seit der Gründung im Jahre 1992 monatlich treffen. Lesungen mit eigenen Texten sind ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. An wechselnden Orten treten die Mitglieder der Literaturwerkstatt als Gruppe oder einzeln auf, um ihre Texte der Öffentlichkeit vorzustellen. Sehr beliebt bei den Fans der Autorengruppe sind die Lesungen bei Floßfahrten auf der Ise und dem Schlosssee sowie das literarische Frühstück im mehrgenerationenhaus Omnibus, das alle zwei Monate stattfindet. Einzigartig in der Region dürfte das Gemeinschaftsprojekt der Literaturwerkstatt mit der Musikschule Gifhorn sein. Auf diesen literarisch- musikalischen Veranstaltungen wechseln sich die Autoren und die jungen Musiker einander ab. Kritik soll konstruktiv sein Wer aber sind diese Autoren, deren Namen zwar nicht auf den Bestsellerlisten von Spiegel & Co. zu lesen sind, auf die Gifhorner Literaturfreunde aber in der Region immer wieder stoßen? “Wir, das sind Anfänger oder schon fortgeschrittene Hobbyautoren, die in ihrer Leiden- schaft zum Schreiben weit mehr als ein Hobby sehen, haben uns in der Literaturwerkstatt unter dem Dach der Kreisvolkshochschule zusammen getan, um nicht als Einzelkämpfer vor uns hin zu tüfteln, sondern um uns in der Gruppe miteinander auszutauschen und um unsere Texte einem interessierten Publikum vorzustellen. Die Qualität der Texte liegt uns dabei sehr am Herzen”, erklärt Cornelia Cieslar, Leiterin der Gruppe. Das bedeutet, dass die Autoren ihre Arbeiten in der Gruppe präsentieren - von der ersten idee bis zum fertigen Produkt. “Auch wenn es am Anfang noch schwer fällt, eigene Texte vorzutragen und sich der meinung der Gruppe zu stellen, merkt man doch sehr schnell, wie viel eine gut gemeinte Kritik für jeden einzelnen bewirken kann”, räumt Cornelia Cieslar ein. Und in der Tat ist Sinn und Zweck solcher Gruppenprozesse, sich der Kritik anderer zu stellen. “Unsere Beurteilungen der Texte sind aber in all den 23 Jahren niemals vernichtend oder gegen einen Autoren persönlich gerichtet gewesen, sondern sie sollen in jedem Fall konstruktiv sein”, beruhigt die Leiterin der Literaturwerkstatt. Um sich weiter zu entwickeln, nehmen die meisten Gruppenmitglieder immer wieder an Schreibkursen - zum Teil namhafter Schriftsteller - teil. Gemeinsame Schreibspiele während der Treffen geben Anregungen und helfen bei der Ideenfindung und bilden somit einen wichtigen Baustein für die gemeinsame Arbeit in der Gruppe. Jedoch nicht unbedingt jetzt, in der Adventszeit. Denn dann sind wieder einige von ihnen als “Couch Poetos” unterwegs, um ihr Publikum mit Weihnachtsgeschichten zu begeistern und um es träumen zu lassen - frei nach hermann Hesse: “Das Amt des Dichters ist nicht das Zeigen der Wege, sondern vor allem das Wecken der Sehnsucht.”
Las zum Thema Flucht: Ingrid Nieswand.
Las zum Thema Flucht: Grietje Credé.
Vorlesen statt Fernsehen wie zu Ur- Großelterns Zeiten: Die “Couch Poetos” kommen auf Bestellung ins heimische Wohnzimmer und entführen ihr Publikum ins Reich der Literatur.
Schnell ausgebucht: Die Lesetouren auf der Ise.
Denkwerkstatt: Die Autoren treffen sich in Arbeitsgruppen.
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